
Die Tambopata National Reserve ist ein 275,000 Hektar großes Naturschutzgebiet, das 1990 von der peruanischen Regierung geschaffen wurde, um die Einzugsgebiete und Quellen der Tambopata und Candamo Flüsse zu schützen (früher Zona Reservada Tambopata-Candamo). Die Tambopata Nationalreserve grenzt an den eine Million Hektar grossen Bahuaja Sonene Nationalpark. Die National Reserve wurde mit der grundlegenden Idee der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen gegründet. Während die Gründung des Nationalparks die Absicht hatte, diese Zone vor jeglicher Nutzung zu schützen. Beide Gebiete bewahren einige der letzten unberührten Tieflandregenwälder des Amazonasbeckens. Dieses Gebiet von ursrünglichen Wäldern, mit einer Fläche, die in etwa der des US-Staates Connecticut entspricht, beherbergt 1300 Vogelarten, 32 Papageienarten (10% aller Arten auf der Welt), 200 Arten von Säugetieren, 1200 Schmetterlingsarten und mehr als 10,000 Arten von Gefäßpflanzen.
Weniger als 5000 Personen bewohnen die „Pufferzone“ nördlich der Tambopata National Reserve. Diese Bewohner leben von der Brandrodungslandwirtschaft, vom Goldwaschen in kleiner Skala, vom Holzschlag, von der Jagd und vom Fischen. Eintausend Ese’eja leben in vier verschiedenen Gemeinden in der „Pufferzone“ der Reserve. Die berühmt berüchtigte Interozeanische Schnellstraße, welche gerade asphaltiert wird und die Absicht verfolgt, die atlantische Küste in Brasilien mit der pazifischen Küste in Peru zu verbinden, und damit den Zugang zu den asiatischen Märkten zu erleichtern, ist eine mittelfristige Bedrohung für die unvergleichbare Wildnis dieses Gebietes.
Die geschützten Gebiete in Tambopata sind Teil des gigantischen Vilcabamba - Amboro Konservationskorridors, mit einer Größe von 30 Millionen Hektar. Dieser Korridor besteht aus 16 Naturschutzgebieten, von der Vilcabamba Bergkette westlich von Cusco bis zum Amboro Nationalpark in Zentralbolivien. Zu diesen Schutzgebieten gehören unter anderem: Der Manu Nationalpark, das Schutzgebiet um Machu Picchu und der Nationalpark Madidi. Dieser Korridor beherbergt ausserdem ungefähr 40 ethnische Gruppen. Ziel dieser Reserven ist es, die Entwicklung entlang des Korridors auf eine nachhaltige Art und Weise anzutreiben, indem die lokale Bevölkerung teilnehmend eingebracht wird und so lokale Organisationen und nachhaltige kleine wirtschaftliche Initiativen gestärkt werden, um folgendermaßen den Verlust an Biodiversität zu minimieren.
In diesem Zusammenhang liegen unsere drei Lodges – Posada Amazonas, Refugio Amazonas und das Tambopata Research Center. Sie sind ein kleiner Bestandteil dieses Netzwerkes von Gemeinden und Organisationen, die versuchen, diese unglaubliche Wildnis zu schützen.



